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HOCKEY
BHC-Frauen holen sich ihren fünften Meistertitel in der Halle
Viel fehlte nicht an einer kleinen Hockey-Sensation: Die Frauen des TuS Lichterfelde boten dem Berliner HC in Duisburg im Finale um die deutsche Hallenmeisterschaft über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe, doch nach Verlängerung setzte sich der Favorit mit 5:3 (3:3, 1:2) durch.

Für das Team von Trainer Dennis Grueneberg war es nach den Titeln 1992, 1995, 1996 und 2000 der fünfte blaue Wimpel in der Halle. Für TuSLi wäre es die erste Meisterschaft gewesen.

"Der Druck war groß für uns vor diesem Spiel", sagte Grueneberg, "weil alle gesagt haben, man müsse TuSLi schlagen. Aber die stehen ja nicht aus Versehen in so einem Finale." Und so lief die Partie auch anfangs trotz spielerischer Überlegenheit gar nicht gut aus Sicht des BHC. Zwar brachte Britta Billmann ihr Team in Führung. Doch weitere Chancen wurden nicht genutzt, und so lag zur Pause der kampfstarke Lokalrivale nach Treffern von Olympiasiegerin Sonja Dittbrenner und Kerstin Holm vorn.

In der zweiten Hälfte übernahmen die Zehlendorferinnen wieder die Kontrolle. Mit einem Doppelschlag in der 34./35. Minute rückten Anke Brockmann und Olympiasiegerin Natascha Keller die Verhältnisse zum 3:2 zurecht. Trotzdem schaffte TuSLi durch einen verwandelten Siebenmeter sechs Minuten vor Ende der normalen Spielzeit von 60 Minuten den Ausgleich und rettete sich damit in die Verlängerung. Dort dauerte es nur drei Minuten, bis Anke Brockmann im Anschluss an eine Kurze Ecke die erneute Führung für den BHC gelang. Es blieb spannend, Kerstin Holm bekam eine zweite Siebenmeterchance, vergab sie aber. Die Entscheidung brachte der zweite Treffer von Natascha Keller in der 75. Minute. Während sich die Damen des Berliner HC in den Armen lagen, schlichen die Lichterfelderinnen traurig vom Feld.

"Die Enttäuschung ist jetzt natürlich groß", sagte Trainer Oliver Holm, "denn für uns war heute was drin. In ein paar Tagen werden wir aber realisieren, dass wir eine tolle Saison gespielt haben." Lichterfelde war im Viertelfinale gegen den Harvestehuder THC scheinbar schon gescheitert, legte aber wegen eines Regelverstoßes der Schiedsrichter Protest ein und gewann das Wiederholungsspiel 8:4. Im Halbfinale wurde Favorit Rüsselsheimer RK durch einen 4:3-Erfolg ausgeschaltet. "Heute waren wir phasenweise im Kopf etwas zu langsam", sagte Holm, "hatten auch in einigen Situationen Pech. Aber insgesamt hat der BHC hier heute verdient gewonnen." Und Grueneberg, früher selbst TuLi-Trainer, lobt den Gegner ebenso: "Ein großes Kompliment an TuSLi für diese Saison."


Artikel erschienen am 11.10.2011

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